http://neukoellnverteidigen.blogsport.de Fri, 30 Nov 2012 14:59:02 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zangsräumung verhindern http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/11/30/zangsraeumung-verhindern/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/11/30/zangsraeumung-verhindern/#comments Fri, 30 Nov 2012 14:59:02 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/11/30/zangsraeumung-verhindern/ In Neukölln und Kreuzberg sowie vielen anderen Stadtteilen, die von Aufwertung bedroht sind, sind die Menschen von Zwangsräumungen aus ihren Wohnungen bedroht. In der Lausitzer Straße wohnt die Familie Gübol, die auch geräumt werden sollte. Zusammen mit über Hundert anderen hat sie es geschafft, den ersten Räumungsversuch abzuwehren. Die Gerichtsvollzieherin wurde unter Beschimpfungen und mit Nachdruck davongejagt. Jetzt steht der zweite Termin an: am 12. Novemer wird die Polizei mit Gewalt versuchen, die Wohnung einzunehmen. Wir wollen das verhindern! Kommt alle!

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Nachtrag zur Demo „Neukölln verteidigen“ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/23/nachtrag-zur-demo-neukoelln-verteidigen/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/23/nachtrag-zur-demo-neukoelln-verteidigen/#comments Tue, 23 Oct 2012 11:18:38 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/23/nachtrag-zur-demo-neukoelln-verteidigen/ Folender Redebeitrag wurde auf der Demo am 4. August vorgetragen, als diese in den Schillerkiez einbog:

„Hier, gleich um den Block in der Allerstraße Ecke Lichtenrader Straße ist das Haus mit der Nummer 18. Vor einem Jahr lebten hier die Bewohner_innen noch ganz normal wie das in einem Mietshaus nunmal so ist. Dann aber kam die Firma Ziegert und kündigte an, die Wohnungen in Eigentumswohungen umzuwandeln. Schnell wurde klar, dass die Firma Ziegert von vielen Hauseigentümern dafür eingesetzt wird, die alten Mieter aus ihrer Wohnung zu schmeissen um diese dann mit riesigen Gewinnen an Reiche zu verkaufen.

Ziegert ist mittlerweile überall in der Stadt mit ihren Werbeplakaten zu sehen. Sie ist für die Kapitalisten, die alles, was noch nicht genug Gewinn abwirft mit ihrem Wahnsinn verseuchen, längst zu einem Symbol für maximale Renditen in Berlin geworden. Für uns ist daher das allgegenwärtige große Z zu einem Symbol der Unmenschlichkeit geworden. Es symbolisiert die Falschheit der Politik, die vorgibt die Interessen der Menschen zu vertreten, in Wirklichkeit aber immer nur im Interesse des Kapitlismus handelt. Es symbolisiert die Unfähigkeit zur Solidarität der meisten Menschen, die hier herziehen oder hier leben, die genau wissen, dass sie diese Wohnung nur kaufen können, weil die, die vorher hier gewohnt haben gewaltsam entfernt wurden und dennoch nur ein Achselzucken für deren Unglück übrig haben. Hauptsache, die Altersvorsorge stimmt. Das große schwarze Z symbolisiert aber auch die grenzenlose Solidarität der vernünftigen Menschen hier, die dabei sind, der Firma Ziegert die Hölle heiß zu machen. Mit kreativem Widerstand – auf legalem und auf militantem Weg – haben sie es geschafft, die Methoden an die Öffentlichkeit zu zerren und in den Stadtweiten Kontext der Vertreibung und Mieterhöhung zu stellen. Zahlreiche Mieter_innen haben erst nach der heimlichen Freude über den Glasbruch in einem Luxushaus von Ziegert den Entschluss gefasst, sich gegen ihre Entrechtung zur Wehr zu setzten. Sei es auf dem Rechtsweg oder mit nächtlichen Aktionen gegen Werbetafeln und sonstige Symbole der Gentrifizierung.
Es ist weniger wichtig, wie der Widerstand aussieht – viel wichtiger ist, dass sich möglichst viele Menschen dazu entschließen, nicht tatenlos zuzusehen, wie unsere Stadt Stück für Stück irgendwelchen Investoren, Reichen oder Bullen in die Hände fällt.
Ob friedlich oder militant – wichtig ist der Wiederstand! In diesem Sinne: Zeit sich kennen zu lernen.

Und nicht nur wir müssen uns kennenlernen, sondern auch unsere Feinde sollen uns kennenlernen. Hier auf der Schillerpromenade gibt es jeder Zeit genügend Möglichkeiten dem Quartiersmanagement mal ordentlich die Meinung zu geigen. Rechts neben dem Eingang zur Schillerpromenade 10 findet ihr das Büro von denen. Der „Sauberkeit und Sicherheit“ haben sie sich verpflichtet. Was das für sie bedeutet haben sie mit der Taskforce Okerstraße deutlich gezeigt: die Sinti und Roma-Familien aus der Okerstraße wurden unter Aufsicht von Bürgermeister Buschkovski bespitzelt und aus ihren Wohnungen geschmissen. Sinti und Roma passen der polizeilichen und kapitalistischen Strategie für den Schillerkiez offenbar nicht ins Konzept. Smash Taskforce Okerstraße! Smash Quartiersmanagement. Ferienwohnungen zu Flüchtlingsunterkünften!“

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Zwangsräumung verhindert http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/22/zwangsraeumung-verhindert/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/22/zwangsraeumung-verhindert/#comments Mon, 22 Oct 2012 10:50:03 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/10/22/zwangsraeumung-verhindert/ In der Lausitzer Straße 8 sollte heute die Wohnung einer Familie durch einen Gerichtsvollzieher geräumt werden. Der Hauseigentümer kann von zukünftigen Mietern der Wohnung mehr Geld verlangen und so seinen Profit steigern. Das Schicksal der jetzigen Bewohner interessiert – wie immer – nicht.

Glücklicherweise wurde eine Solidaritäts-Aktion veranstaltet, zu der fast hundert Menschen kamen, um die Gerichtsvollzieherin zu vertreiben. Dies gelang in vorbildlicher Art und Weise und könnte für kommende Zwangsräumungen zum Beispiel werden. Hier ein kurzes Video der Aktion:

Und die Pressemitteilung der Aktivist_innen:
http://de.indymedia.org/2012/10/336583.shtml

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Termine in Neukölln http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/09/05/termine-in-neukoelln/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/09/05/termine-in-neukoelln/#comments Wed, 05 Sep 2012 21:26:03 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/09/05/termine-in-neukoelln/ Behörden und Stadtplaner reagieren schnell auf unsere Demonstration in Neukölln. Am 4.August hatten ca. 350 Menschen dort gegen Mieterhöhung und Verdrängung demonstriert. Jetzt plant das Quartiersmanagement eine Säuberungsaktion an dem Platz, an welchem die Demo startete und zuvor auch mit einer Videokundgebung ein Kontakt zur Nachbarschaft gesucht wurde.
Ein Artikel auf Indymedia beleuchtet den Hintergrund der Saubermänner und -frauen.

Es gibt aber auch Gelegenheiten sich über die echten Probleme im Kiez auszutauschen.

Infotisch:
-Donnerstag, 06.September 2012
ab 16:00
Siegfried-auf-Häuser Platz // S-Bahn Sonnenallee

Infotisch:
-Samstag, 08.September 2012
ab 14:00
Boddinplatz

Infotisch
-Donnerstag, 13.September 2012
ab 17:00
Kanner-/Ecke Richard Str.

Infotisch
-Freitag, 21.September 2012
ab 17:00
Flughafen- /Ecke Erlanger Str.

AnwohnerInnenversammlung gegen steigende Mieten
-Sonntag, 23.September 2012
ab 16:00
Gekko Kiezladen
Esperantoplatz

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/09/05/termine-in-neukoelln/feed/
Demobericht „Zeit sich kennen zu lernen“ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/05/demobericht-zeit-sich-kennen-zu-lernen/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/05/demobericht-zeit-sich-kennen-zu-lernen/#comments Sun, 05 Aug 2012 20:09:38 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/05/demobericht-zeit-sich-kennen-zu-lernen/ Unter dem Motto „Zeit sich kennen zu lernen“ trafen sich am 4.August ungefähr 350 Menschen in Neukölln zu einer Kiezdemo.
Die Demo war laut und wurde von den AnwohnerInnen auf der Strecke mit Applaus und Zustimmung bedacht. Auch nach dem Ende am Herrfurthplatz bestätigten Leute aus der Nachbarschaft die Notwendigkeit eines gemeinsamen Widerstands gegen die extremen Mietsteigerungen im Bezirk.
Die Demonstration war zwar nicht so gemischt wie vielleicht erhofft, die eindeutig autonome Mobilisierung hatte auch überwiegend dieses Spektrum angezogen. Jedoch beteiligten sich auch Menschen, die nicht zum linken Milieu gehören und entlang des S-Bahn Rings von Verdrängung bedroht sind.
Damit konnten Kontakte geknüpft werden in eine gesellschaftliche Schicht, die vom Staat abgeschrieben ist und linksradikalen Protestformen häufig skeptisch gegenüber steht.
Mit der Absicht solche Beziehungen zu suchen war die Demo angetreten, weil sich in vielen MieterInnen- und Stadtteilkämpfen Gräben zwischen PolitaktivistInnen und sogenannter „Normalbevölkerung“ auftun. Dadurch entwickeln sich Stellvertreterkonflikte wie z.b. in Friedrichshain, wo seit Jahren gegen die Gentrifizierung gearbeitet wird ohne das es zu einem Verständnis dafür aus den Reihen der GeringverdienerInnen und Hartz 4er gekommen ist. Im Gegenteil besteht bei vielen „Armen“ wenig Zuneigung zu „den Autonomen“, die nur als die Hasschaoten aus den Medien registriert werden. So hat die Umwandlung von Bezirken wie Friedrichshain oder Prenzlauerberg einiges an Aktionismus hervorgebracht bei gleichzeitigem stillen Wegzug finanzschwacher Menschen.
An dieser Gleichgültigkeit könnte sich etwas ändern, wenn linke Bewegung und Nachbarschaft sich kennenlernen bevor die Welle von Mietenexplosion und Luxussanierung einen Kiez erreicht.
Die Geschwindigkeit der Verdrängungsprozesse ist dabei atemberaubend; in Neukölln ist der Reuterkiez innnerhalb kürzester Zeit umgewandelt worden, im Schillerkiez hat sich zwar Widerstand gebildet, die Zahlen der Wegzüge hinterlassen jedoch oft Ohnmacht und Ratlosigkeit.

Die Demonstration am Samstag kann ein erster Schritt in die Richtung eines gemeinsamen Kampfes für bezahlbaren Wohnraum sein. Wenn nämlich Besetzungen weiterhin nicht längerfristig durchsetzbar bleiben und ein Hausprojekt nach dem anderen eingemacht wird, müssen sich in wenigen Jahren alle Menschen, die nicht auf der Gewinnerseite stehen den knappen Wohnraum in den Armutsreservaten teilen. Und dann soll schließlich ein explosives Gemisch entstehen, welches sich nicht den Spaltungsprogrammen der Herrschenden unterwirft.

Es wurden zahlreiche Redebeiträge verlesen, u.a. über FuldaWeichsel über die Immobilienfirma Ziegert, das Quartiersmanagment im Schillerkiez und die Proteste am Kotti.

Die Polizei hielt sich während der ganzen Demonstration zurück und als Fazit bleibt festzuhalten, dass Kiezdemos mit Themen von lokaler Bedeutung auf offene Ohren und viel Sympathie stoßen.
Ein Redebeitrag beschäftigte sich mit der Hetze des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky gegen die NeuköllnerInnen:

Unsere Demonstration heute hat auch das Ziel die Vereinzelung der Menschen hier zu überwinden. Der Staat weiß genau, dass wir zusammen viel besser unsere Interessen vertreten können als wenn jeder und jede nur für sich kämpft.
Deshalb versucht der Staat die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und einer der das mit besonders rechtsradikalen Sprüchen macht ist der Heinz Buschkowsky.
Heinz Buschkowsky ist der Bürgermeister von Neukölln und sein Problem ist, das er die Migranten und die Hartz 4 Empfängerinnen hasst.
Für Heinz Buschkowsky sind wir alle kriminell und deshalb versucht er immer härtere Gesetze durchzubringen, lässt Wachschutz an Schulen auftreten und kommandiert eine Armee von Ordnungsamtstypen die vor seinem Rathaus patroullieren.

Heinz Buschkowsky sucht auch regelmäßig den Kontakt zur Presse um seine menschenverachtenden Sprüche zu verbreiten.
Hier ist eine kleine Auswahl von dem was Buschkowsky so denkt.
Zitat:
--„Es gibt nichts mehr, was sie nicht in ihrer Heimatsprache erledigen können, bis hin zu eigenen, verpflichtenden Verhaltensnormen. Das nenne ich eine Parallelgesellschaft.“ – über türkische Migranten, Tagesspiegel, 13.11.2004

--“In der deutschen Unterschicht wird es versoffen und in der migrantischen Unterschicht kommt die Oma aus der Heimat zum Erziehen.“ – über das Betreuungsgeld, Interview in „Der Tagesspiegel“ vom 27.10.2009.

--“Wenn wir weiter nur zuschauen, werden wir in 10 bis 15 Jahren in Neukölln-Nord von Whitechapel nicht mehr weit entfernt sein. 75 Prozent der Kinder unter 15 Jahren leben hier bereits heute von Sozialleistungen. Wir haben Schulen, wo 95 Prozent der Eltern arbeitslos sind. In der Welt dieser Kinder kommt ein geregeltes Erwerbsleben nicht vor.“ – Interview in „Der Tagesspiegel“ vom 13.07.2008.

--„Der Kreis nachwachsender junger Frustrierter, die nicht Deutsch können, deswegen keinen Schulabschluss kriegen, auf Hartz IV und alsbald in der Schlägerecke landen, muss schon deswegen durchbrochen werden, „weil ein Intensivtäter zwar sozial verwahrlost, aber nicht impotent ist“. Und besonders in dieser Schicht ist die Geburtenrate am größten.“
Interview im Stern von Januar 2008 über jugendliche Migranten.

--„Warum soll sich die Gesellschaft mit ausländischen Gewohnheitsverbrechern belasten.“
Interview im Tagesspiegel von Januar 2008 über Migranten in Neukölln.

--„Waren es früher die Gastarbeiterkinder, die vereinzelt in den Klassen waren, so wurden sie schon von auch den deutschen Mitschülern nicht besonders nett behandelt, ist es heute andersrum. Wenn in einer Klasse nur noch ein, zwei deutsche Schüler sind, dann passiert dasselbe.
Es ist ja nicht so, dass alle Einwandererkulturen miteinander sehr gut klarkommen und nur die Deutschen stören“
aus einer Rede bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der NSU-Morde.

--„Verkauft wurde die Siedlung mit 35 Prozent Leerstand, die Käufer haben aktiv um Hartz-IV-Empfänger geworben, der Leerstand nahm ab, der Intelligenzquotient auch“.
Bei einer Buchvorstellung im April 2012 über den Verkauf der Highdeck-Siedlung an der Sonnenallee über Hartz-IV-Empfänger.

--„Erstens: Man muss hinschauen, und man muss etwas tun. Zweitens: Wenn man nicht hinschaut, entwickeln sich Stadtgebiete wie in Whitechapel, Brixton, oder wie es vor fünf Jahren in Rotterdam war. Drittens: Wenn man sich engagiert um diese Quartiere kümmert, mit Gefühl und Härte, mit Prävention und Repression, dann kann man sogar gekippte Gebiete zurückholen. Die vierte Erkenntnis: Erst entgleiten die Stadtgebiete, und dann entgleiten die Menschen. Die wählen dann radikal.“
in einem Interview über Aufstandsbekämpfung in Ghettos vergleicht Buschkowsky Neukölln mit anderen Städten.

So denkt also der Typ der Neukölln seit fast zwei Jahrzehnten regiert. Heinz Buschkowsky ist ein geistiger Brandstifter der mit seinen Parolen die Gewalt der Nazis und der Polizei legitimiert.
Wir dürfen allerdings von Parteien auch nichts anderes erwarten. Politiker haben kein Interesse daran die tatsächlichen Probleme in ihrem Bezirk zu lösen, im Gegenteil profitieren sie von unseren Problemen indem sie z.b. in Aufsichtsräten großer Wohnungsbaugesellschaften sitzen.

In anderen Ländern, in denen die Krise schon weiter fortgeschritten ist als hier, z.b. in Griechenland und Spanien, sagen die Leute über die Politiker, dass sie verschwinden sollen.
Und genau dass sollten wir ihnen hier auch sagen,
deshalb: Buschkowsky, verpiss dich aus Neukölln und nimm deine ganze Bezirksversammlung gleich mit!

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/05/demobericht-zeit-sich-kennen-zu-lernen/feed/
Letzte Infos zur Demo http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/02/letzte-infos-zur-demo/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/02/letzte-infos-zur-demo/#comments Thu, 02 Aug 2012 18:39:50 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/02/letzte-infos-zur-demo/ Unsere Demonstration startet am Samstag, 4.August um 17:00 in Neukölln, Richardstr./Ecke Böhmische Str.
Die Route führt über Braunschweiger-, Wipper-, Kirchhof-, Karl-Marx-Straße, Silberstein-,
Ilse-, Nogat-, Emser-, Oder-, Okerstraße zur Schillerpromenade.
Parteifahnen und Nationalfahnen sind auf dieser Demonstration nicht erwünscht.
Wer vorher die Kotti Demo besuchen möchte, wir warten bis diese endet.

Überrascht haben uns Kritiken am Namen dieser Internetseite, dem Inhalt verschiedener dort erschienener Texte und den Plakaten, welche in einigen Straßen zerstört wurden. Der Blog bietet eine Fülle von Informationen zum Thema Gentrifizierung. Niemals wurde behauptet eine Lösung für die Verdrängung einkommensschwacher Mieter_innen aus bestimmten Gegenden gefunden zu haben.
Allerdings haben wir bisherige Ansätze dafür benannt. Tatsache ist zweifelsfrei, das Mieten in Neukölln erhöht werden und das Menschen deshalb wegziehen müssen. Die Neumieter der sanierten Wohnungen haben ein höheres Einkommen. Oft werden aus Mietwohnungen auch Eigentumswohnungen oder Ferienwohnungen. Die Nutzer_innen der Ferienwohnungen zahlen wöchentlich den Betrag, der vorher eine Monatsmiete war. Auch dadurch entsteht Wohnungsknappheit.
Die in anonymen Indymediabeiträgen erfolgten Gleichsetzungen der Abwehrkämpfe gegen Mieterhöhungen mit Fremdenfeindlichkeit und „Heimatschutz“ sind lächerlich. Wenn etwas keine Rolle spielt in Stadtteilkämpfen, ist es die Herkunft der Menschen und auch nicht wie lange sie dort wohnen.
Statt Plakate von uns abzureissen (und damit eine Allianz mit dem Umfeld des Jan Sturm einzugehen, von dem ein Teil unserer Plakate mit Parolen übermalt wurde), hätten wir auch einen kritischen Redebeitrag angenommen.

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/08/02/letzte-infos-zur-demo/feed/
Ob Nuriye, ob Kalle, wir bleiben alle! http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/30/ob-nuriye-ob-kalle-wir-bleiben-alle/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/30/ob-nuriye-ob-kalle-wir-bleiben-alle/#comments Mon, 30 Jul 2012 16:35:11 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/30/ob-nuriye-ob-kalle-wir-bleiben-alle/ Kundgebung für Nuriye Cengiz
Donnerstag, 2. August 2012, 15 Uhr

Frau Nuriye Cengiz kämpft exemplarisch gegen Zwangsumzüge, die aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes zunehmen. Aber weder verschulden einzelne Personen die Situation, noch sind es Einzelfälle!
Wir kämpfen gegen ein strukturelles Problem!
Keine Zwangsräumungen wegen steigender Mieten, Umwandlung in Eigentumswohnungen, Hartz IV etc.!
Bringt Kochtöpfe, Trillerpfeifen und alles was Lärm macht! Kommt die Falstaf Frau Cengiz nicht entgegen, kommen wir zur Falstaf! Wir sind hier und wir sind laut, weil Falstaf die Wohnung von Frau Cengiz klaut!

vor der Falstaf Vermögensverwaltung AG
Schlüterstr. 4 / Ecke Schillerstr., 10625 Berlin
U2 – Bhf Ernst-Reuter-Platz

Firmen wie Falstaf und Ziegert sind dabei Stadtteile nach ihren Interessen zu verändern.
Sie nehmen dabei kein Blatt vor den Mund.
So wie in diesem Werbevideo von Ziegert:

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/30/ob-nuriye-ob-kalle-wir-bleiben-alle/feed/
Frau Cengiz kämpft gegen Zwangsräumung http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/27/frau-cengiz-kaempft-gegen-zwangsraeumung-3/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/27/frau-cengiz-kaempft-gegen-zwangsraeumung-3/#comments Fri, 27 Jul 2012 10:13:47 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/27/frau-cengiz-kaempft-gegen-zwangsraeumung-3/ In Neukölln kämpft Frau Cengiz gegen die drohende Zwangsräumung aus ihrer Wohnung. Sie hat ihr Leben lang im Kiez gelebt und gearbeitet. Die Verankerung im dort reicht tief. Die Mieten in Berlin steigen massiv und nun soll auch Frau Cengiz aus ihrer Wohnung geschmißen werden.
Obwohl sie in einem Rollstuhl sitzt, wehrt sich Frau Cengiz engagiert. Auf den Demonstrationen gegen steigenden Mieten ist sie immer zu sehen. Der Kampf von Frau Cengiz gegen die Zwangsräumung betrifft uns alle. Denn die kapitalistische Stadtumstrukturierung verschlechtert die Lebensbedingungen der Meisten.

Der Eigentümer der Wohnung am Maybachufer von Frau Cengiz ist die Falstaf Vermögensverwaltung AG. Das Haus war Teil des Programms sozialer Wohnungsbau. Das bedeutete, dass private Investor*innen vom Land Berlin Geld für billige Mieten bekommen haben. Dies allerdings nur für eine bestimmte Zeit. Nach Abschluss des Programms stiegen und steigen die Mieten in den ehemaligen Sozialwohnungen nun besonders stark und ohne jede Begrenzung. Bei Frau Cengiz wurde die Miete von 386 auf 626 Euro für 47qm erhöht. Diese Mieterhöhung war noch höher als für andere Mieter*innen im Haus. Es kann davon ausgegangen werden, dass ihr „nicht-deutscher“ Nachnahme dabei eine Rolle gespielt hat.
Die Falstaf Vermögensverwaltung ist in Bayern ansässig und besitzt einige Schlösser. Sie hat allerdings auch eine Vertretung in Berlin. Bei dem Haus von Frau Cengiz wandeln sie die ehemaligen Sozialwohnungen in Eigentumswohnungen für 3.700 Euro/qm um. Bei den meisten Wohnungen ist dieser Prozess schon abgeschlossen, zwei Wohnungen werden als Ferienwohnungen vermietet. Diese Umwandlung der Mietwohnungen bedeutet für den privaten Investor kräftige Rendite und für Frau Cengiz eine bedrückende Katastrophe.

In der kapitalistischen Stadt werden die Bedürfnisse der Menschen konsequent missachtet. Juristisch ist der „Fall“ von Frau Cengiz kaum noch zu gewinnen. Eine fristlose Kündigung wurde schon weitgehend durchgeklagt. Die Falstaf Vermögensverwaltung bietet die Wohnung von Frau Cengiz siegessicher schon für 160.000 Euro zum Verkauf an.

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/27/frau-cengiz-kaempft-gegen-zwangsraeumung-3/feed/
Video Screening http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/26/video-screening/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/26/video-screening/#comments Thu, 26 Jul 2012 10:11:35 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/26/video-screening/ Überall steigen die Mieten massiv an. Immer mehr Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Oft ist es nurnoch sehr schwer möglich, im selben Stadtteil eine neue Wohnung zu finden. Diese ist dann meist trotzdem viel zu teuer und kleiner als die alte. Während in anderen Gegenden schon nurnoch Reiche wohnen, ist das Problem hier erst am Anfang. Für die eigenen Interessen – also für Wohnraum – zu kämpfen heißt gegen die Interessen der Hauseigentümer zu kämpfen. Dass sich das lohnt, zeigen Beispiele aus Berlin und aller Welt. Wir zeigen die Videos am Dienstag, den 31. Juli in der Richardstr. Ecke Böhmische Straße.
Richardkiez Mieten Gentrification

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http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/26/video-screening/feed/
Busckowsky – der braune Sheriff von Neukölln http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/24/busckowsky-der-braune-sheriff-von-neukoelln/ http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/24/busckowsky-der-braune-sheriff-von-neukoelln/#comments Tue, 24 Jul 2012 13:07:31 +0000 Administrator Allgemein http://neukoellnverteidigen.blogsport.de/2012/07/24/busckowsky-der-braune-sheriff-von-neukoelln/ Neukölln boomt. Wer sich dort eine Wohnung sucht muss bei Besichtigungen mit 100 anderen Interessenten Schlange stehen. Die Hauptverkehrsstraßen sind voller Menschen, die shoppen gehen. In den Vergnügungsvierteln wälzen sich Horden von Touristen durch den Kiez. Immobilienspekulanten reißen sich um Häuser um sie in Luxuslofts zu verwandeln.

Doch Heinz Buschkowsky, SPD Bürgermeister von Neukölln ist nicht glücklich. Der 1948 in Neukölln geborene Buschkowsky zählte vor dem Mauerfall zum „Britzer Kreis“, einer einflussreichen rechten Fraktion in der Berliner SPD. Seit 1991 ist er Bezirksbürgermeister.

Im Mai 1992 legte die Gruppe „Klasse gegen Klasse“ einen Brandsatz unter sein Auto, das in der Garage stand. „Klasse gegen Klasse“ richtete ihre Anschläge laut eigener Darstellung gegen die „Profiteure der Umstrukturierung“.
Im September 2008 wurde sein Wohnhaus mit Farbflaschen beworfen, weil er der NPD einen Raum in einer Schule für deren Veranstaltung zur Verfügung stellte.

Das Problem des Heinz Buschkowsky ist sein manischer Ausländerhass, der sich wie ein roter Faden durch seine Verlautbarungen zieht. Was spielt es für eine Rolle, wo die Bewohner_innen Neuköllns oder deren Eltern geboren sind? – Für uns ist das unwichtig, für Buschkowsky die zentrale Motivation seiner politischen Arbeit.

Hören wir uns mal seine Thesen an:

- Im Januar 2008 sorgt er sich im Stern um die Potenz migrantischer Intensivtäter: „Der Kreis nachwachsender junger Frustrierter, die nicht Deutsch können, deswegen keinen Schulabschluss kriegen, auf Hartz IV und alsbald in der Schlägerecke landen, müsse schon deswegen durchbrochen werden, „weil ein Intensivtäter zwar sozial verwahrlost, aber nicht impotent ist“. Und besonders in dieser Schicht sei die Geburtenrate am größten.“

- Im Spiegel zeichnet Buschkowsky die Schreckensvision seines Bezirkes an die Wand: „In Berlin-Neukölln versetzt eine kleine Minderheit von Straftätern ganze Wohnquartiere in Angst und Schrecken.“

- Immer noch im Januar 2008 tönt Buschkowsky im Tagesspiegel : „Warum soll sich die Gesellschaft mit ausländischen Gewohnheitsverbrechern belasten.“ Den Begriff „Gewohnheitsverbrecher“ kennt das deutsche Strafrecht seit 1949 nicht mehr. Buschkowsky bezieht sich hier auf das
„Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher und über Maßregeln der Sicherung und Besserung” vom 24. November 1933. Eine bizarre Rechtsauffassung für soziale Probleme im Boom Bezirk Neukölln.

Der Zusammenhang zwischen diskriminierenden Presseartikeln und stimmungsmachenden Reden der Politiker erschließt sich auch aus diesem Bericht im Tagesspiegel, der zur gleichen Zeit veröffentlicht wurde:
„Unter jungen Berlinern – gerade unter Studenten – wird Neukölln-Nord derzeit als neues Szeneviertel gehandelt. Seit Monaten öffnen hier neue Cafés, Galerien und Boutiquen. Für die Polizei ist Neukölln-Nord dagegen vor allem eines: Hochburg der als „Intensivtäter“ geführten jungen Kriminellen. Von den stadtweit 495 bei der Staatsanwaltschaft geführten Intensivtätern stammen 113 aus Neukölln, und von diesen leben die allermeisten in Neukölln-Nord, nur wenige der jungen Kriminellen kommen aus den südlichen Ortsteilen wie Rudow und Britz. Als besonderer Brennpunkt innerhalb des Stadtteils gilt die parallel zur Sonnenallee verlaufende Weserstraße.
Während berlinweit 83 Prozent der Intensivtäter einen Migrationshintergrund haben, beträgt der Anteil in Neukölln fast 100 Prozent. Mehrere Banden haben sich nach Straßen in diesem Kiez benannt, zum Beispiel die Weserboys und die Pannierboys. Die Bande Arabien Boys zeigt ihre Herkunft im Namen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist fast jeder zweite der Intensivtäter mit Migrationshintergrund Araber – genau 46 Prozent. Türken stellen demnach nur ein Drittel, obwohl es deutlich mehr Einwohner gibt.“

Wer heute durch die Weserstraße geht, sieht den Bevölkerungsaustausch sehr deutlich.

- Im April 2010 berichtet die BZ über eine Preisverleihung an Buschkowsky und preist dessen Thesen über die schlimmsten Verbrecher Neuköllns:
„Bis heute darf Buschkowsky nicht im Parlament sprechen, innerhalb der SPD wird er massiv geschnitten, wenn er die Wahrheit sagt. Schon vor zwei Jahren bat er seine Partei darum, zur Kenntnis zu nehmen, dass 90 Prozent der 162 schlimmsten Verbrecher in Neukölln („Intensiv-Täter“) „Migranten“ seien.“

- Bei einer Veranstaltung anlässlich der NSU Morde gab Buschkowsky den Opfern die Schuld:
„Waren es früher die Gastarbeiterkinder, die vereinzelt in den Klassen waren, so wurden sie schon von auch den deutschen Mitschülern nicht besonders nett behandelt, ist es heute andersrum. Wenn in einer Klasse nur noch ein, zwei deutsche Schüler sind, dann passiert dasselbe.
Es ist ja nicht so, dass alle Einwandererkulturen miteinander sehr gut klarkommen und nur die Deutschen stören“

- Im April 2012 bemüht Buschkowsky für seine Thesen ein Buch , das ein Polizist und ein Denunziant verfasst haben. Die Moderation der Veranstaltung übernahm ausgerechnet der berüchtigte Gerd Nowakowski .

- Einige Wochen später bei einer anderen Buchvorstellung : Der SPD-Politiker erklärte bei einer Buchvorstellung der Wohnungsbaugesellschaft Degewo, was sich in der privatisierten Highdeck-Siedlung an der Sonnenallee ereignet hat: „Verkauft wurde die Siedlung mit 35 Prozent Leerstand“, die Käufer hätten aktiv um Hartz-IV-Empfänger geworben, „der Leerstand nahm ab, der Intelligenzquotient auch“.

Hier zeigt sich erneut die Zusammenarbeit von Politik und degewo, wenn es um die Veränderung der Bevölkerungsstruktur in einem Kiez geht, der finanzielle Gewinne verspricht.

Buschkowsky träumt davon seine Bezirk wie Rotterdam zu regieren. Anregungen zu der polizeistaatlichen und totalitären Verwaltung dort hat er sich bei einem Besuch erworben:
„Rotterdam mit seinen 600 000 Einwohnern ist ein Labor, in dem man sehen kann, wie es bald in ganz Europa sein könnte. Hier stammt bereits heute jeder zweite aus einer Einwandererfamilie, viele kommen aus Marokko, der Türkei oder aus den ehemaligen Kolonialländern, den Antillen oder von den Kapverdischen Inseln. In etlichen Stadtteilen gibt es keine Mehrheitsgesellschaft mehr, hier gehört jeder zu einer Minderheit, auch die alteingesessenen Niederländer. Dass Rotterdamer mit türkischem Namen und geschlitzten Augen selbstverständlich in allen Berufssparten vertreten sind, fällt Buschkowsky und seinen Mitreisenden – Jugendrichterin Kirsten Heisig, Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold und Neuköllns Migrationsbeauftragter Arnold Mengelkoch – überall auf.“

Die ständige Wut, die Menschen wie Buschkowsky verspüren, wenn sie auf ihrem Weg durch Neukölln die ganzen Migranten sehen, muss anstrengend sein. Seine Mitstreiterin Kirsten Heisig hat es nicht mehr ausgehalten, sich ständig im Krieg mit ihren Mitmenschen zu befinden.

Wollen wir uns zu einem Objekt machen lassen, welches von einem Bezirksbürgermeister mit repressiven Methoden hin und her geschoben wird um seine Träume einer ordentlichen, deutschen Kleinstadt zu verwirklichen?
Wollen wir uns von einem Politiker regieren lassen, der Stadtpolitik militärisch denkt und Sätze sagt wie:

„Erstens: Man muss hinschauen, und man muss etwas tun. Zweitens: Wenn man nicht hinschaut, entwickeln sich Stadtgebiete wie in Whitechapel, Brixton, oder wie es vor fünf Jahren in Rotterdam war. Drittens: Wenn man sich engagiert um diese Quartiere kümmert, mit Gefühl und Härte, mit Prävention und Repression, dann kann man sogar gekippte Gebiete zurückholen. Die vierte Erkenntnis: Erst entgleiten die Stadtgebiete, und dann entgleiten die Menschen. Die wählen dann radikal. Die Rotterdamer haben gesagt: Wir haben unseren Pim Fortuyn gelernt.“

Die Demonstration am 4.August spricht sich auch gegen den Hass aus, der von Buschkowsky in Neukölln gesät wird!
Wir wehren uns gegen Zwangsmaßnahmen wie das Rotterdamer Modell!

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